Reparieren in Wardenburg

Toller Start für mehr Reparatur-Kultur in Wardenburg

Der erste Informationsabend für die Einrichtung eines Repair-Cafés in Wardenburg war ein gelungener Auftakt. Zu diesem hatten der Landkreis Oldenburg und der Verein für Arbeit und Umwelt Wardenburg e.V. am Dienstag, den 25.09.2018 in die Räumlichkeiten der VHS in Wardenburg eingeladen. Neben den Mitgliedern des Vereins, zeigten zehn Bürgerinnen und Bürger Interesse, sich für die Stärkung der Reparatur-Kultur in der Gemeinde einzusetzen.

Thematisch passend wird das Repair-Café seine Türen das erste Mal im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung, am Mittwoch, den 21.11.2018 von 17.00 bis 19.00 Uhr, öffnen. Stattfinden wird das Repair-Café in der Hardenbergstraße 3a, 26203 Wardenburg. Hier ist der Verein für Arbeit und Umwelt Wardenburg e.V. ansässig, der vor Ort den Flohmarkt „Trödel und mehr“ betreibt und damit das Motto der Abfallvermeidungswoche „Es gibt Wege aus der Wegwerfgesellschaft“ schon seit etlichen Jahren selbst praktiziert.

Aufgrund der vielfältigen Kenntnisse und Interessen der Besucher*innen, ist das Angebot des 1. Abends bereits breit aufgestellt. Angeboten werden Reparaturen von Haushalts- und Elektronikgeräten, Näh- und Textilarbeiten sowie Fahrradreparaturen. Außerdem wird es einen eigenen Upcycling-Bereich geben.

Bevor es an die Konzeption des Repair-Cafés in Wardenburg ging, erläuterte Barthel Pester, Koordinator der Repair-Cafés in Oldenburg, in einer interaktiven Präsentation zunächst die Idee von Repair-Cafés.

Ausgehend von der Frage, wie viele Dinge brauchen wir eigentlich für ein gutes Leben, wie viele besitzen wir tatsächlich durchschnittlich in Deutschland und welche Folgen hat das immer weiter ansteigende Konsumniveau und daraus resultierende Abfallmengen, verdeutlichte er auch, dass Repair-Cafés über einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen hinaus wirken können. Neben den sozialen und finanziellen Nutzen, ist die Reparaturerfahrung häufig auch eine persönliche Bereicherung, die Spaß macht. Für Barthel Pester ist klar: „Repair-Cafés sind mehr als Orte des Reparierens. Sie bieten auch Raum für die Auseinandersetzung mit der Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben möchten.“

Als Ort der Begegnung richtet sich das Repair-Café selbstverständlich an alle Altersgruppen. Jede*r ist willkommen!

Unabhängig von der bisher guten Resonanz, werden weiterhin ehrenamtliche Helfer*innen, motivierte Tüftler*innen oder Reparaturexpert*innen gesucht, die das Repair-Café unterstützen möchten. Wer Lust hat mitzumachen oder anderweitig interessiert ist, kann sich gerne bei der zuständigen Projektmanagerin des Landkreises Oldenburg Rebecca Remke unter der Telefonnummer 04431/85591 melden.

Die Repair-Cafés werden im Rahmen des Projektes „Mach mit beim Klimaschutz“ durchgeführt, das durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.