Willkommen im Co-Being House

Foto: Jan Preis

Wie viele Quadratmeter braucht ein Mensch zum guten Leben?

Eine Wohnung mit Küche, Bad, Bett, Schreibtisch und Sessel auf schlanken 6,4 Quadratmetern für 100 Euro Miete monatlich. Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel liefert mit diesem Raumwunder eine Antwort auf die steigenden Wohnungspreise und immer knapperen Wohnraum in Großstädten. Zwei Meter ist die Musterwohnung breit, 3,20 Meter lang und sie verfügt über altbautaugliche 3,60 Meter Deckenhöhe.

Van Bo Le-Mentzel ist am Mittwoch, den 19.12.2018 um 16 Uhr in der Freien Waldorfschule, Blumenhof 9 in 26135 Oldenburg, Gast der Vortragsreihe zur Kultur des Reparierens. „Co-Being House – ein Haus, in dem Menschen gemeinsam leben und reparieren können“ ist der Titel seines Vortrags.

Van Bo Le-Mentzel entwickelte eine Möbelkollektion, die mittlerweile aus einem Stuhl, Sessel, Schlafsofa, Regal und Tisch besteht. 2010 stellte Van Bo Le-Mentzel im Rahmen des Internationalen Design-Festivals (DMY) in Berlin seine 21 Quadratmeter große Hartz-IV-Wohnung vor. Van Bo Le-Mentzel ist einer der wenigen, die sich mit gesellschaftlichen Problemen aus gestalterischer Perspektive auseinandersetzten.

Van Bo Le-Mentzel ist Architekt, Autor („Der Kleine Professor“, 2016, Ecowin) und Filmemacher. Er ist unter anderem Initiator mehrerer Initiativen zwischen Design und sozialer Teilhabe. Bekannte Projekte sind Hartz IV Möbel (2010), One Sqm House (2013), Karma Chakhs (2013),  tinyhouse University (2015). Er engagiert sich bei DeutschPlus für mehr Chancengerechtigkeit. 2016 erschien sein erster Kinofilm „3min of Fame, Love and Peace“, ein interreligiöses Projekt mit Jüd*innen und Muslim*innen. Für seine Initiativen wurde Le-Mentzel mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem ZEIT WISSEN-Preis Mut zur Nachhaltigkeit und dem Bayreuther Vorbildpreis.

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