Klimaschutz durch eine Kultur der Reparatur (2)

Klimaschutz durch eine Kultur der Reparatur

Zweites Online-Forum am 14. April 2021

Oldenburg. Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben sich im Februar für ein europaweites Recht auf Reparatur ausgesprochen. In ihrem Bericht über die Kreislaufwirtschaft fordern sie von der EU-Kommission, gesetzliche Maßnahmen für Ersatzteilverfügbarkeit, Reparaturinformationen und verpflichtende Software-Updates vorzuschlagen. Die Forderungen des Parlaments soll die EU-Kommission im Rahmen ihrer angekündigten Green Deal-Initiativen für nachhaltige Produkte, für zirkuläre Elektronik und für Verbraucher*innen umsetzen, die in diesem Jahr veröffentlicht werden sollen.

Diese aktuelle politische Entwicklung flankiert der ReparaturRat Oldenburg mit der Gründung eines RessourcenZentrums. Enger Kooperationspartner des ReparaturRates Oldenburg wird dabei der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) sein.

Am Mittwoch, den 14.04.2021 um 17 Uhr wird Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB, in einem Online-Forum des ReparaturRates Oldenburg die Verwertungswirtschaft des AWB vorstellen.  Den ReparaturRat Oldenburg und den AWB eint die Vorstellung, dass sich Wirtschaft und Verbraucher*innen darauf besinnen sollten mehr zu reparieren und mehr auf die lokale Produktion zu setzen. Darauf setzt auch das Sozialkaufhaus Mehr-Wert, dessen Geschäftsführerin Inge Münzebrock auch an diesem Forum des ReparaturRates Oldenburg teilnehmen wird.

Zwei weitere Online-Foren am 21. und 28. April 2021 von 17 – 18 Uhr

Um dem Thema Reparatur zu einer größeren Öffentlichkeit zu verhelfen, laden der ReparaturRat Oldenburg und die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg alle Interessierten, zum Beispiel auch den Einzelhandel, ein, an zwei weiteren Online-Foren mittwochs im April jeweils von 17 – 18 Uhr unter dem Motto „Klimare:pair“ teilzunehmen.

Am 21.04.2021 nehmen sich Stefan Schridde, Autor des Buches „Murks? Nein Danke!“, und Franz Streibl, 2. Vorsitzender des Runden Tisches der Reparatur, des Themenfeldes „Recht auf Reparatur – Reparierbarkeit contra Obsoleszenz“ an.

Und am 28.04.2021 geht es um das Thema, wie sich junge Menschen über die Krise hinaus engagieren. Dazu werden Dr. Katharina Dutz aus dem Fachbereich Technische Bildung der Universität Oldenburg, Matthias Welp, Amt für Schule und Bildung, und Heike Schaadt, ehemalige didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück, referieren.

An den Terminen wird Roland Hentschel, stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg als Gesprächspartner dabei sein und Vertreterinnen von Fridays for Future. Sie nehmen nach den einleitenden Referaten kurz Stellung zum Thema und eröffnen damit das Gespräch, zu dem Wortmeldungen direkt im Online-Forum oder per Chat willkommen sind.

Jedes Online-Forum wird aufgezeichnet und unter reparaturrat-oldenburg.de online gestellt, sodass es auch zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar ist. Der Einwahllink ist frei zugänglich: https://uni-siegen.zoom.us/j/99749296873.

Der ReparaturRat Oldenburg wird von der Stadt Oldenburg für zunächst zwei Jahre gefördert. Zudem sind Aktivitäten des ReparaturRates in das Projekt Klimare:pair eingebunden, das im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen sowie vom Land Niedersachsen finanziert wird.

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