Aktuelles

Liebe Reparatur-Interessierte,

der nahende Herbst steht ganz im Zeichen der Reparatur: Passend zum #repairday2018 im Oktober läuft die Kampagne zur Online-Petition „Recht auf Reparatur“.

Kampagne „Recht auf Reparatur“

Fordert gemeinsam das Recht auf Reparatur im Vorfeld zum internationalen Repairday am 20.10.2018. Eine breite Unterstützung dieser politischen Forderung ist jetzt wichtig, da Ende des Jahres über neue Produktstandards für Weiße Ware (z.B. Waschmaschinen) auf EU-Ebene entschieden wird – die Chance also ein Zeichen zu setzen und Ökodesign zu stärken.

Logo Repaircafé Oldenburg

Bürger*innen aufgepasst: Uni und Stadt suchen Betriebe, die reparieren

„In meiner Kindheit war es selbstverständlich, dass man kaputte Gegenstände vom Elektriker, der Schneiderin oder dem Schuster reparieren ließ. Heute ist der Neukauf in der Regel bequemer, besonders, wenn er online geschieht und vermeintlich Zeit spart. Dabei ist eine Reparatur häufig einfacher, als wir denken. Außerdem spart sie Geld und schont Ressourcen“, sagt Dr. Katharina Dutz, Dozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Arbeitsschwerpunkt „Nachhaltigkeit und Technikbewertung“.

Du kennst dich mit Näh- oder Holzarbeiten aus, du hast Spaß am Reparieren von Alltagsgegenständen und Fahrrädern oder du bist eine ausgebildete Elektrofachkraft? Dir gefällt das Motto „Reparieren statt Wegwerfen“, du hast Lust dich in einem Team zu engagieren oder du bist einfach nur neugierig?

Dann komme zum ersten Informationsabend für die Einrichtung eines Repair-Cafés in Wardenburg. An diesem Abend geht es um die Fragen: Was ist ein Repair Café? Und wie könnte ein Repair Café in Wardenburg aussehen?

Repair Café Donnerschwee. Foto: Barthel Pester

Mit den Himmelsrichtungen zu Hilfe liest sich der Reparierflickenteppich Oldenburg so: In der Stadtmitte in der Rosenstraße, im Stadtsüden in Kreyenbrück im Gemeindehaus von St. Johannes, knapp hinter der Stadtgrenze im Norden in Metjendorf im Mehrgenerationenhaus, im Westen im Stadtteiltreff Bloherfelde, im Nordwesten im Stadtteiltreff Dietrichsfeld in der Alexanderstraße 331 und nordöstlich der Innenstadt nun auch im Stadtteil Donnerschwee in der Theodor-Francksen-Straße 81 in „die fachleute“. Das sind die Standorte der Repair Cafés,

Die Deutschen trennen, verbrennen und recyceln echt viel hierzulande und dennoch produzieren sie viel zu viel Müll. Die deutsche Gesellschaft schenkt den Dingen viel zu wenig Wertschätzung. Repair Cafés sind da anders drauf, denn dort geben Reparateur*innen den Dingen eine zweite Chance und schmeißen sie eben nicht weg.Kaputt muss nicht endgültig sein.

Zugegeben: Manchmal wird natürlich auch zügig klar, da ist nichts mehr zu retten. Da gilt nur noch fachgerecht im Oldenburger Abfallwirtschaftsbetrieb entsorgen.

Foto: Kunstschule Oldenburg

 

Die Top-Adresse für Upcycling ist die DesignWerkstatt, eine pulsierende Stätte des nachhaltigen Designs. Artists in residence, junge internationale Designer*innen, kommen in die Stadt und entwickeln hier hochwertige und einzigartige Produkte unter Verwendung lokaler Ressourcen. Hier verbinden sich internationales Design, traditionelles Handwerk, Migra­tion und Region. Aktuell arbeitet hier Anastasia Lotikova – die Modedesignerin und Gewinnerin des Euro Fashion Awards 2016. Sie arbeitet ausschließlich mit Stoffresten aus der Modeindustrie und bereits vorhandenen Kleidungsstücken. Die Werkstatt und Aus­stellungsräume befinden sich in den Schlosshöfen,

Foto: Barthel Pester

Liebe Freund*innen der Reparaturkultur,

die Reparaturrevolution gelingt in kleinen Schritten: Bitte empfehlen Sie uns den Reparaturbetrieb Ihres Vertrauens, denn wir suchen in Oldenburg und umzu die Adressen, wo repariert wird. Ob Haushaltsgeräte, Garderobe, Möbel, Schuhe, Elektronik, Elektro, Fahrrad, Musikinstrumente, Gartengeräte und und und. Bitte unterstützen Sie uns dabei, diese Adressen zu sammeln. Diese möchten wir dann in einem Buch und in einem Internetauftritt veröffentlichen. Hier können Sie verfolgen, wie die REPARIERBAR wächst und welche Reparaturbetriebe wir bereits erfasst haben.

Niko Paech hat den Tipp, mehr Zeit zu haben, wenn sich jeder vom Überfluss regelrecht befreit. Foto: Barthel Pester

Nach zehn Jahren (2008 – 2018) endet die Vortragsreihe zur Postwachstumsökonomie von Niko Paech, Werner Onken, Oliver Richters, Marcel Hackler und Marius Rommel. Doch kein Grund zur Sorge, denn die Vortragsreihe wird fortgesetzt mit aktiven Vorträgen zur Kultur des Reparierens. Die Freie Waldorfschule, Blumenhof 9, 26135 Oldenburg, ist nach wie vor die vertraute Heimstatt dieser Vortragsreihe. Auch der Mittwoch bleibt wie gewohnt von 18 Uhr bis 20 Uhr. Und das sind die Termine in chronologischer Reihenfolge und diejenigen,

Jogi Löw ist ein Beweis dafür, dass nur radikale Reformen das einzige Mittel sind, um den Problemen unserer Zeit beizukommen. Die Autokonzerne und die Lebensmittel verarbeitende Industrie, als sichtbarste Branchen, haben dafür gesorgt, dass das Heute verlängert wurde auf Kosten des Morgen. 2004 hat Löw den Totalsanierungsbedarf des deutschen Fußballs erkannt und ihn eben radikal reformiert.

Die sozialökologische Wende läuten z.B. Repair Cafés eher sanft ein. Manfred Urban hat in Werkstatt Zukunft Schüler*innen in Ahlhorn im Landkreis Oldenburg erklärt,

Repair Café auf dem Sommerfest mit dabei

Noch waren nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen, da kam schon die erste Besucherin mit einem Rührgerät auf Christa zu, die den Reparier Treffpunkt organisiert und aufgebaut hatte. Die Kleidertauschbörse von Greenpeace war auch noch nicht fertig aufgebaut, da standen schon die Ersten und schauten, welche Klamotten ihnen wohl gefallen und auch passen würden. Zwei Blicke des Reparateurs Jan auf das Rührgerät: Es ist nicht mehr zu retten.

Repair Café, Foto: Barthel Pester

Warten für den Klimaschutz

Der alte Mann steht kerzengerade, sein Gesicht ist fahl, nahezu weiß. Seine Hände halten die Lenkstange seines alten, bezingetriebenen Rasenmähers. Die rechte Hand ist mit einem Handschuh aus Stoff bekleidet. Draußen ist es heiß. Knapp 30 Grad. Für die Jahreszeit deutlich zu warm. Die Klimakrise ist in auch im Stadtsüden Oldenburgs zu spüren. Drinnen ist es auch warm. Drinnen ist das Gemeindehaus von St. Johannes in der Pasteurstraße.

Gemeinsam, fröhlich, klimafreundlich – NeuDonnerschwee feiert

Am 15. Juni findet das zweite Quartiers-Sommerfest auf dem ehemaligen Kasernengelände von 15.00 – 22.00 Uhr entlang der Weißen Rose (das ist tasächlich die Adresse) statt.

Gerettete Lebensmittel für den Gemüsewok schnippeln, Gemüse und Obstspieße herstellen, mal die unterschiedlichen Lastenräder ausprobieren oder Upcycling hautnah erleben – das zweite Sommerfest ist klimafreundlich.

Neben leckerem Essen und natürlich auch Trinken,