Aktuelles

Das Warten hat ein Ende: Der Verschenkmarkt ist wiedereröffnet in der Taastruper Straße 4/Ecke Donnerschweer Straße im ehemaligen DEKRA-Gebäude. Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Agenda-Beauftragter Werner Wichmann begrüßten die Ehrenamtlichen únd übergaben die neuen Räumlichkeiten.

Gründerin Käthe Nebel, Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, erinnerte daran, dass ihr bereits Anfang der 70er Jahre die Idee gekommen ist, einen öffentlich zugänglichen Verschenkmarkt anzubieten. Jahrelang, damals lebte sie als Volksschullehrerin in Ahlhorn,

Liebe Reparatur-Aktive und –Interessierte,

zusammen mit Reparella und Fix senden wir euch herzliche Weihnachtsgrüße aus dem Netzwerk Reparatur-Initiativen und wünschen einen famosen Start in ein neues Jahr voller Reparaturen!

Dieser patenten Reparatur-Expertin und ihrem Azubi werdet ihr zukünftig immer wieder einmal begegnen – denn sie sind Teil von SPLiTTER, unserem neuen Medium für alle Reparatur-Initiativen im deutschsprachigen Raum. Ihr seid viele Initiativen, euch ähnlich und doch verschieden. Ihr seid alle wichtig und nicht allein mit eurem Engagement für Umweltschutz und Gemeinwohl.

Immer mehr Ehrenamtliche reparieren in Oldenburg und umzu immer mehr Gegenstände des täglichen Bedarfs, die kaputt gegangen sind. Einerseits. Andererseits stellen sie immer öfter nach einer ersten Analyse fest, dass da nichts mehr zu reparieren ist, weil ein Totalschaden vorliegt, die Reparatur zu kostspielig sein würde oder weil das entsprechende Ersatzteil nicht mehr hergestellt wird. Allein sechs Repair Cafés im Oldenburger Stadtgebiet verdeutlichen, dass immer mehr Menschen das handfeste Bewahren von Gegenständen zu schätzen wissen und selbst handwerklich tätig werden,

Famoser Auftakt des 1. Repair-Cafés in Wardenburg

Es wurden etwa 25 Gegenstände untersucht. Die Anzahl der Besucher*innen war ca. doppelt so hoch. Der Großteil der Gegenstände kam aus dem Bereich Elektro(nik). Die Nähmaschine kam für Kleidungstücke mit kaputten Reißverschlüssen, Löchern oder falschen Maßen überraschenderweise nicht zum Einsatz.

Neben der positiven Resonanz war auch die Stimmung gut. Die Besucher*innen waren zufrieden, weil ihnen auf vielfältige Weise geholfen werden konnte. Entweder konnten sie wieder funktionsfähige Geräte mit nach Hause nehmen,

Foto: Jan Preis

Wie viele Quadratmeter braucht ein Mensch zum guten Leben?

Eine Wohnung mit Küche, Bad, Bett, Schreibtisch und Sessel auf schlanken 6,4 Quadratmetern für 100 Euro Miete monatlich. Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel liefert mit diesem Raumwunder eine Antwort auf die steigenden Wohnungspreise und immer knapperen Wohnraum in Großstädten. Zwei Meter ist die Musterwohnung breit, 3,20 Meter lang und sie verfügt über altbautaugliche 3,60 Meter Deckenhöhe.

Van Bo Le-Mentzel ist am Mittwoch,

„FLICKEN, AUSBESSERN und WORKAROUNDS – die Wiederentdeckung der Reparatur“ hat Katharina Dutz ihren Vortrag genannt und spannenderweise ist sie erst einmal auf die Bedeutung des Wortes reparieren eingegangen. Im Zusammenhang des Reparierens tauchen auch die Verben flicken auf, austauschen und ausbüßen. Es gab also immer schon unterschiedliche Formen des Bemühens um die Nutzungsdauerverlängerung von Gerätschaften im Sinne einer kulturellen Leistung, die so alt ist wie die werkzeugnutzende Menschheit. In der vorindustriellen Knappheitsökonomie im westlich geprägten Europa des 18.

Was haben Repair Cafés, Foodsharing, Transition Towns, Urban Gardening, Tauschbörsen, Nachbarschaftsautos und FabLabs gemeinsam? Diesen Projekten ist gemein, dass sie die Konsumgesellschaft hinterfragen und Alternativen zum dominierenden kapitalistischen Wirtschaftssystem entwickeln und anbieten. Ihre Nutzer*innen und Mitglieder reparieren defekte Alltagsgegenstände, bauen selbst Obst und Gemüse in urbanen Gärten an, tauschen ihre Güter oder versuchen, nachhaltige Wirtschaftssysteme zu etablieren.

Dr. Sigrid Kannengießer von der Universität Bremen setzt am Mittwoch, den 05.12.2018 um 18.15 Uhr in der Freien Waldorfschule,

Start des 1. Repair-Cafés in Wardenburg am 21.11.2018

Am Mittwoch, dem 21.11.2018 heißt es von 17.00 bis 19.00 Uhr das erste Mal auch in Wardenburg „Reparieren statt Wegwerfen“. Stattfinden wird das Repair Café in der Hardenbergstraße 3a, 26203 Wardenburg. Hier ist der Verein für Arbeit und Umwelt Wardenburg e.V. ansässig, der vor Ort bereits den Flohmarkt „Trödel und mehr“ betreibt und damit das Motto der Ressourcenschonung und Abfallvermeidung schon seit etlichen Jahren selbst praktiziert.

„In meiner Kindheit war es selbstverständlich, dass man kaputte Gegenstände vom Elektriker, der Schneiderin oder dem Schuster reparieren ließ. Heute ist der Neukauf bequemer, besonders, wenn er online geschieht und vermeintlich Zeit spart. Leider ist die Kunst der Reparatur mit diesem Trend auch aus der Bildung verschwunden.“ Wie man das Interesse an der Reparatur wieder erweckt, erläutert Dr. Katharina Dutz, Dozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Arbeitsschwerpunkt „Nachhaltigkeit und Technikbewertung“.

Katharina Dutz setzt am Mittwoch,

Am Samstag, den 01.12.2018 wird im Repair Café in der Rosenstraße von 14-18 Uhr von der Linux-Werkstatt angeboten, deine virtuelle Privatsphäre zu reparieren.

Immer mehr Lebensbereiche erfahren durch die Digitalisierung einen Wandel. Viele Zeitgenoss*innen reagieren auf diese Entwicklung mit wachsender Sorge um ihre Privatsphäre und sind auf der Suche nach Möglichkeiten, von den Vorteilen der Digitalisierung zu profitieren, ohne ihre Privatsphäre abgeben zu müssen und zu gläsernen Bürgern degradiert zu werden.

Reparatur der Privatsphäre ist das Angebot der Oldenburger Linuxwerkstatt im Rahmen der monatlich stattfindenden Repair Café Hilfe-zur-Selbsthilfe Treffpunkte.

„Zahllose Produkte gehen kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Dieser Murks muss aufhören! Wir fordern nachhaltige Produktverantwortung der Hersteller“, stellt der Betriebswirt und Vorstand von MURKS? NEIN DANKE! e.V., einer bürgerschaftlichen Verbraucherschutzorganisation für nachhaltige Produktqualität und gegen geplante Obsoleszenz, Stefan Schridde, fest. Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, eine defekte Waschmaschine kurz nach Ablauf der Garantie.

Schridde setzt am Mittwoch,

„Wer die Welt retten möchte, muss die Produkte retten.“ Mit diesem Satz begann der Volkswirt und Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech seinen Vortrag im Rahmen der Reihe zur Reparatur Kultur. Paech lehrt und forscht an der an der Universität Siegen als außerplanmäßiger Professor  im Bereich der Pluralen Ökonomik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der Umweltökonomie, der ökologischen Ökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung. Paech hat in Deutschland den Begriff der „Postwachstumsökonomie“ geprägt und gilt als vehementer Verfechter einer selbigen.