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Aktuelles

Klimaschutz durch eine Kultur der Reparatur

Zweites Online-Forum am 14. April 2021

Oldenburg. Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben sich im Februar für ein europaweites Recht auf Reparatur ausgesprochen. In ihrem Bericht über die Kreislaufwirtschaft fordern sie von der EU-Kommission, gesetzliche Maßnahmen für Ersatzteilverfügbarkeit, Reparaturinformationen und verpflichtende Software-Updates vorzuschlagen. Die Forderungen des Parlaments soll die EU-Kommission im Rahmen ihrer angekündigten Green Deal-Initiativen für nachhaltige Produkte, für zirkuläre Elektronik und für Verbraucher*innen umsetzen,

Klimaschutz durch eine Kultur der Reparatur

Vier Online-Foren starten am 7. April 2021 – Einwahllink: https://uni-siegen.zoom.us/j/99749296873

Produkte retten, Ressourcen schonen, Geld sparen: Der vor kurzem gegründete ReparaturRat Oldenburg initiiert und unterstützt Aktivitäten, die zu einer Verlängerung der Nutzungsdauer von Gegenständen beitragen und damit Ressourcen und das Klima schützen. Das ist nach Überzeugung der Initiative eine Aufgabe, die alle angeht.

Der ReparaturRat Oldenburg sieht die Entwicklung und den Betrieb eines Ressourcenzentrums,

ReUse-Projektentwicklerin Imke Eichelberg

Langes Leben für Elektrogeräte – Gemeinsam für mehr Wiederverwendung

Die Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling startet die Projektentwicklung zum Aufbau eines ReUse Netzwerks in Hessen

Der Aufbau eines landesweiten Netzwerks für Wiederverwender geht in die Umsetzung. Das Hessische Umweltministerium und die Stadt Frankfurt finanzieren den Aufbau eines ReUse-Netzwerks mit jeweils 80.000 Euro. Das gemeinsame Projekt des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt wird bei der gemeinnützigen Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling mbH (GWR) koordiniert durch Imke Eichelberg.

Reparier‘ dich glücklich – für den Erhalt der Dinge

„Kaputt? Wegschmeißen und neu kaufen. Genau dem möchte der ReparaturRat Oldenburg entgegenwirken“, sagt Dr. Katharina Dutz. „Reparieren war bis vor 30 Jahren völlig normal und das Qualitätssiegel „Made in Germany“ der Garant, dass ein Produkt lange hielt. Und da möchten wir mit dem ReparaturRat wieder hin“, ergänzt die Dozentin für Technische Bildung an der Universität Oldenburg.

Der ReparaturRat Oldenburg unterstützt Aktivitäten, die zu einer ressourcenschonenden Nutzungsdauerverlängerung von Gegenständen beitragen.

Die Nordwest-Zeitung hat in einer Beilage auf zwei Seiten über Repair Cafés in Oldenburg und umzu berichtet. Auch wenn wegen der Pandemie Repair Café nicht stattfinden dürfen und in den Haushalten ein regelrechter Reparierstau entstanden ist, ist das Interesse an der Reparatur nach wie vor hoch. Das spiegeln auch die Pläne der EU-Kommission: weniger Abfall, mehr Reparaturen – das soll in Europa Gesetz werden. Die EU will die Vernichtung haltbarer unverkaufter Lebensmittel verbieten. Handys und andere Geräte sollen so konstruiert werden,

Digitale Ausstellung „genug? minimalismus im kleiderschrank“

Seit dem 10.03.2021 ist die digitale Ausstellung „genug? Minimalismus im Kleiderschrank“ unter genug-ausstellung.de online.

Basierend auf einem Forschungsprojekt stellen zwölf Studierende der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Praktiken des Aussortierens, der Kleidungspflege und des bewussten Konsums vor. Einige davon haben sie in Selbstversuchen getestet.

Wie und warum fangen Menschen an auszusortieren?
Was hat Efeu mit Kleidungspflege zu tun?

Ein Recht auf Reparatur rückt näher

Das Europaparlament hat gestern Abend mehrheitlich dem Bericht auf den neuen Kreislaufwirtschaft-Aktionsplan der EU-Kommission zugestimmt. Dieser große Erfolg setzt ab sofort die Leitplanken für Diskussionen rund um den Ressourcenverbrauch aller Produkte und Industriezweige in Europa. Die klare Position des Europaparlaments wird den Diskurs zu Batterien, Verpackungen, Textilien, Elektronik, Plastik, Gebäuden und vielen weiteren alltäglichen Produkten bestimmen. Die EU-Kommission ist nun aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag mit diese Zielen vorzulegen.

Das Europaparlament fordert bindende EU-Ziele für 2030,

Gemeinsame online reparieren: Virtuelles Reparaturcafé des Netzwerk Reparatur-Initiativen im Februar

Liebe Reparatur-Initiativen und -Aktive,

Reparieren ist aktuell wichtiger denn je, wenn die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen und Alltagsgegenstände intensiver nutzen oder nicht mehr so einfach neu kaufen können – darum startet in der ersten Februarwoche ein bundesweites virtuelles Reparaturcafé!

Präsenzveranstaltungen sind leider nach wie vor nicht möglich, doch manche Reparaturen oder Hilfestellung dabei lassen sich auch per digitaler Ferndiagnose in Angriff nehmen – in einem Online-Reparaturcafé.

Foto: Barthel Pester - Elektronikreparatur

Achtung, breaking news: Eine gute Nachricht kurz vor Ende des Jahres, das reparaturmäßig doch arg hoffen lässt: In Frankreich wird ab dem 01.01.2021 eine Ampel auf Elektro- und Elektronikgeräte aller Art aufgedruckt. Ein Schraubenschlüssel-Symbol zeigt auf einer Skala von null (Rot) bis zehn (Grün) an, wie leicht sich ein Produkt reparieren lässt. Nachzulesen in der Süddeutschen Zeitung. Sensationell.

Liebe Reparatur-Initiativen, -Aktive und -Interessierte,

trotz (oder vielleicht gerade wegen?) all der herausfordernden Veränderungen, die 2020 mit sich brachte, bekommt das Thema Reparieren zum Jahresende ordentlich Rückenwind: Wir freuen uns über den Nachhaltigkeitspreis Design für das Netzwerk Reparatur-Initiativen, den wir am 3. Dezember stellvertretend für euch Initiativen entgegen genommen haben! Eine Woche zuvor verabschiedete das EU-Parlament einen Bericht, der u.a. bessere Reparierbarkeit von Produkten umfasst – wodurch eine weitere Hürde auf dem Weg zum Recht auf Reparatur genommen wurde.

Liebe Reparatur-Initiativen, -Aktive und -Interessierte,

wir freuen uns, denn: Das Netzwerk Reparatur-Initiativen (und ohne euch Projekte kein Netzwerk) ist unter die Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, Kategorie Design in der Rubrik Vorreiter gewählt worden. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis (DNP) wird jährlich verliehen und vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung unterstützt. Wir freuen uns also, dass das gemeinschaftliche Reparieren als zukunftsfähiges Konzept für ein nachhaltiges Leben verstanden und durch die Nominierung im Kontext der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie verortet wird.

Die Coronakrise hat die Empfindlichkeit des Lebens auch die der Wirtschaft global deutlich gemacht. Auch in Oldenburg sind zunehmende Leerstände in der Innenstadt sichtbarer und auch Leerstand in den sechs größeren Straßen, die nach Oldenburg hinein- und auch wieder hinausführen, wir noch auffälliger. Gerungen wird jetzt um den Wiederaufbau. Geschieht der so, dass die alten, krisenanfälligen Strukturen erneut gestützt werden, wird es nichts mit einer Wende bei Emissionen, Arten- und Ressourcenschutz. Jetzt böte sich also die Gelegenheit,