Repair Cafés sind geschlossen.

Bleibt gesund und munter.

Aktuelles

Neuerscheinung von

Manfred Folkers, Niko Paech All you need is less

Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht

Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind zu Modebegriffen geworden. Sie sind aber ebenso zentrale Pfeiler der aktuellen Suffizienz-Bewegung und der jahrtausendealten Lehre des Buddha.

Mit Niko Paech und Manfred Folkers loten zwei Experten aus, welche Potenziale die beiden Denkrichtungen mitbringen, um unseren zerstörerischen Wachstumspfad zu verlassen.

Info: Coronavirus und Reparaturveranstaltungen

Liebe Reparatur-Initiativen,

das Corona-Virus bzw. Sars-CoV-2 verbreitet sich zunehmend und auch bei uns sind deswegen schon Nachfragen eingetroffen: „Sollen wir unsere Reparaturveranstaltungen weiterführen oder aussetzen?“

Wir verfolgen selbst die Entwicklungen und Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts, das u.a. „gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit“ empfiehlt.

Ein Repair Café an einem neuen Ort einzurichten ist ein jedes Mal eine spannende Angelegenheit. In den Tagen davor stellt sich den Organisierenden jedes Mal die selber Frage: Kommt jemand? Am Tag davor wird die Frage noch erdrückender: Kommt überhaupt jemand? Um zehn vor drei am Nachmittag löst sich diese gepflegte Anspannung: Ein älterer Herr biegt um die Ecke und nimmt Kurs auf das Edith-Russ-Haus, in seiner rechten Hand eine Nähmaschine. „Na also,

Possessed Landscapes

Austellung im Edith-Russ-Haus vom 30. Januar bis 29. März geöffnet

 

Repair Café am Mittwoch den 12.02., 04.03. und 25.03.2020 jeweils von 15 – 17 Uhr

Die internationale Gruppenausstellung Possessed Landscapes beschäftigt sich mit künstlerischen Repräsentationen von Landschaft – allerdings nicht in ihrer kunsthistorischen Darstellung als Ort der Erholung, als allegorisches Instrument oder als Platzhalterin für erhabene Schönheit. Possessed Landscapes untersucht vielmehr die Beziehungen zwischen Menschen und dem Land unter den Gesichtspunkten der Extraktion,

Alte Elektro- und Elektronikgeräte sind wichtige Rohstofflager, die bislang nur unzureichend genutzt werden. In Deutschland lagern rund 124 Millionen ungenutzte, alte Handys in Haushalten. Der Gehalt an Metallen in den Altgeräten übersteigt den Rohstoffgehalt in natürlichen Vorkommen teils um ein Vielfaches. Während beispielsweise der Kupfergehalt in Abbaustätten bei ein bis zwei Prozent liegt, erreichen alte Elektro- und Elektronikgeräte teilweise einen Kupfergehalt von zehn bis 90 Prozent. Eine fachgerechte Entsorgung, eine lückenlose Sammlung und eine verbraucherfreundliche Rücknahme,

Von der Waschmaschine bis zum Smartphone kommen jedes Jahr immer mehr Elektronikgeräte auf den Markt. Allein 2017 wurden in Deutschland rund 2,1 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte in Verkehr gebracht. Das sind fast 30 Prozent mehr als noch 2007. Die Digitalisierung von immer mehr Lebensbereichen und die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität etwa durch E-Roller führen dazu, dass die Zahl elektrischer Geräte weiter steigt. Diese Trends sind mit einem massiven Ressourcenverbrauch verbunden. Wenn Geräte schon nach kurzer Nutzungsdauer ausgetauscht werden,

2020 wird das Jahr der Reparatur in Oldenburg: Sage und schreibe 51 Repair Cafés finden allein im ersten Halbjahr statt. Am kommenden Wochenende gibt es gleich einen Dreiklang der Reparatur, wenn am Freitag in Eversten und in Kreyenbrück repariert wird und am Samstag in der Innenstadt in der Rosenstraße. Ein neues Repair Café findet im Edith-Russ-Haus im Februar und im März im Rahmen der Ausstellung Possessed Landscape statt, Kultur kooperiert mit handwerklichen Fähigkeiten.

Qualität

Reparieren statt wegschmeißen

Sepp Eisenriegler, Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z

Sepp Eisenriegler und sein Reparaturunternehmen R.U.S.Z. kämpfen für die zirkuläre Wirtschaftsweise.

Ich bin seit 40 Jahren hauptberuflich in der Abfallwirtschaft und Ressourcenschonung tätig. Vor mehr als 20 Jahren habe ich das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z gegründet. Heute ist das R.U.S.Z der größte, unabhängige Reparaturbetrieb für E-Geräte in Österreich und der bekannteste in der EU.

„KMU können durchaus große Wirkung entfachen!“

Iiihhh, ein Samstagmittag im November. Das Wetter typisch für einen November in Oldenburg: regnerisch, windig, knapp unter zehn Grad. Andererseits segeln in der Oldenburger Innenstadt große bunte Blätter von hohen, alten Bäumen auf Bürgersteige und Straßen. Herrlich einmalig und einzigartig vergänglich.

Gegen die Vergänglichkeit bereiten ein paar wenige Ehrenamtliche, noch ein wenig feucht auf ihren rosigen Wangen und Handflächen von der Hinfahrt auf ihren Fahrrädern, die Novemberausgabe des Repair Cafés in der Rosenstraße in den Räumlichkeiten der Oldenburger Werkschule e.V.

„Was? Schon halb sechs? Ich hatte noch keinen einzigen Kaffee und dann noch nicht mal ein Erfolgserlebnis“, murrt der Reparateur M. im Treppenhaus vor sich hin. Er geht vom 4. Stock ins Parterre, wo gespendete Kuchen, Kekse, Kaffee und Tee auch auf ihn warten. M., nennen wir ihn Michael, meint das einerseits belustigt, andererseits auch ernsthaft, denn sein handwerkliches Wissen, seine jahrzehntelange Erfahrung und auch sein persönlicher Stolz sind ein bisschen geknickt. Da versucht er einmal monatlich ehrenamtlich Menschen zu helfen,

Er steht in der Tür und hält einen Staubsauger in seinen beiden Händen. Der Zopfträger mittleren Alters schaut unschlüssig in die Räumlichkeiten des Repair Cafés. Es ist sein erster Besuch dort. Eine äußerst konzentriert wirkende Dame, an einer Nähmaschine sitzend, ermuntert den Mann einzutreten ohne den Kopf zu heben. „Elektrik ist hinter mir. Setzen Sie sich hin, Sie müssen warten, bis Sie dran sind“, weist sie ihn ein. Brav und ergeben folgt er ihrer Aufforderung und setzt sich hin.

Die beiden Jungens sind unschlüssig. Sie stecken jeder beide Hände tief in ihre Hosentaschen. Sie sind 15, 16 oder 17 Jahre jung. „Sprachlernklasse“, sagt der Pauker. Unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Aus Afghanistan. Die beiden stehen herum und wissen nicht recht, was sie machen sollen. Sie kamen in Deutschland erst vor ein paar Monaten an. Seit vier Wochen sind sie in einer Unterkunft im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück untergebracht.

Das Repair Café der IGS Kreyenbrück ist der zweite Reparier Treffpunkt Oldenburgs.