Aktuelles

„Zahllose Produkte gehen kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Dieser Murks muss aufhören! Wir fordern nachhaltige Produktverantwortung der Hersteller“, stellt der Betriebswirt und Vorstand von MURKS? NEIN DANKE! e.V., einer bürgerschaftlichen Verbraucherschutzorganisation für nachhaltige Produktqualität und gegen geplante Obsoleszenz, Stefan Schridde, fest. Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, eine defekte Waschmaschine kurz nach Ablauf der Garantie.

Schridde setzt am Mittwoch,

„Wer die Welt retten möchte, muss die Produkte retten.“ Mit diesem Satz begann der Volkswirt und Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech seinen Vortrag im Rahmen der Reihe zur Reparatur Kultur. Paech lehrt und forscht an der an der Universität Siegen als außerplanmäßiger Professor  im Bereich der Pluralen Ökonomik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der Umweltökonomie, der ökologischen Ökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung. Paech hat in Deutschland den Begriff der „Postwachstumsökonomie“ geprägt und gilt als vehementer Verfechter einer selbigen.

Die Reparatur Bewegung freut sich über die große mediale Resonanz auf die Vorstellung der Vortragsreihe zur Kultur des Reparierens. An dieser Stelle sei ausdrücklich der Werkzeugkiste gedankt, in deren Räumlichkeiten wir die Pressekonferenz veranstalten durften.

An dieser Stelle veröffentlichen wir die Berichterstattung in chronologischer Reihenfolge ihres Erscheinens:

Oldenburger Onlinezeitung – Reparaturkultur: Bewegung gegen das Wegwerfen

Das Stadtmagazin im Internet ganz-oldenburg.de – Reparieren als Wirtschaftsfaktor

MoX DIABOLO –

Das Recht auf Reparatur

„Um die Welt zu retten brauchen wir eine Revolution des Reparierens“, behauptet apl. Prof. Dr. Niko Paech, Volkswirt und Lehrender an der Universität Siegen. „Die größte Ressourcenquelle ist nicht im Boden, sondern schlummert in den bereits produzierten Gütern. Wenn wir Produkte doppelt so lange nutzen, sparen wir Ressourcen, vermeiden Abfälle, brauchen weniger Geld und stärken das Handwerk“, erklärt der Postwachstumsökonom die Dringlichkeit einer Reparaturrevolution.

Mit Niko Paech beginnt am Mittwoch,

Vortragsreihe zur Kultur des Reparierens startet

 

In Oldenburg und umzu trifft die Wiederbelebung des Reparierens auf immer mehr Zustimmung. Das hat zu der Idee geführt, eine sogenannte Vortragsreihe zur Reparatur Kultur anzubieten. Um diese Reparatur Vorträge vorzustellen haben Kathrina Dutz, Niko Paech und Barthel Pester Medienvertreter*innen in die Werkzeugkiste eingeladen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie recht herzlich zu einer Pressekonferenz am Dienstag,

Marius Rommel trägt am 09.01.2019 in der Vortragsreihe über die Kultur des Reparierens über ökologisch und sozial wertvolles Wirtschaften vor. Passenderweise hat er just zu diesem Thema in der Zeitschrift Oya einen Artikel geschrieben, der im folgenden gelesen werden kann. Wer Oya noch nicht kennen sollte: Mit Reportagen, Essays, Porträts, Berichten und Interviews leuchtet Oya in alle Winkel unserer Gesellschaft und fördert neue Ansätze zutage: in sozialen Unternehmen, in Gesundheitsprojekten,

Toller Start für mehr Reparatur-Kultur in Wardenburg

Der erste Informationsabend für die Einrichtung eines Repair-Cafés in Wardenburg war ein gelungener Auftakt. Zu diesem hatten der Landkreis Oldenburg und der Verein für Arbeit und Umwelt Wardenburg e.V. am Dienstag, den 25.09.2018 in die Räumlichkeiten der VHS in Wardenburg eingeladen. Neben den Mitgliedern des Vereins, zeigten zehn Bürgerinnen und Bürger Interesse, sich für die Stärkung der Reparatur-Kultur in der Gemeinde einzusetzen.

Thematisch passend wird das Repair-Café seine Türen das erste Mal im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung,

Liebe Reparatur-Interessierte,

der nahende Herbst steht ganz im Zeichen der Reparatur: Passend zum #repairday2018 im Oktober läuft die Kampagne zur Online-Petition „Recht auf Reparatur“.

Kampagne „Recht auf Reparatur“

Fordert gemeinsam das Recht auf Reparatur im Vorfeld zum internationalen Repairday am 20.10.2018. Eine breite Unterstützung dieser politischen Forderung ist jetzt wichtig, da Ende des Jahres über neue Produktstandards für Weiße Ware (z.B. Waschmaschinen) auf EU-Ebene entschieden wird – die Chance also ein Zeichen zu setzen und Ökodesign zu stärken.

Logo Repaircafé Oldenburg

Bürger*innen aufgepasst: Uni und Stadt suchen Betriebe, die reparieren

„In meiner Kindheit war es selbstverständlich, dass man kaputte Gegenstände vom Elektriker, der Schneiderin oder dem Schuster reparieren ließ. Heute ist der Neukauf in der Regel bequemer, besonders, wenn er online geschieht und vermeintlich Zeit spart. Dabei ist eine Reparatur häufig einfacher, als wir denken. Außerdem spart sie Geld und schont Ressourcen“, sagt Dr. Katharina Dutz, Dozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Arbeitsschwerpunkt „Nachhaltigkeit und Technikbewertung“.

Du kennst dich mit Näh- oder Holzarbeiten aus, du hast Spaß am Reparieren von Alltagsgegenständen und Fahrrädern oder du bist eine ausgebildete Elektrofachkraft? Dir gefällt das Motto „Reparieren statt Wegwerfen“, du hast Lust dich in einem Team zu engagieren oder du bist einfach nur neugierig?

Dann komme zum ersten Informationsabend für die Einrichtung eines Repair-Cafés in Wardenburg. An diesem Abend geht es um die Fragen: Was ist ein Repair Café? Und wie könnte ein Repair Café in Wardenburg aussehen?

Repair Café Donnerschwee. Foto: Barthel Pester

Mit den Himmelsrichtungen zu Hilfe liest sich der Reparierflickenteppich Oldenburg so: In der Stadtmitte in der Rosenstraße, im Stadtsüden in Kreyenbrück im Gemeindehaus von St. Johannes, knapp hinter der Stadtgrenze im Norden in Metjendorf im Mehrgenerationenhaus, im Westen im Stadtteiltreff Bloherfelde, im Nordwesten im Stadtteiltreff Dietrichsfeld in der Alexanderstraße 331 und nordöstlich der Innenstadt nun auch im Stadtteil Donnerschwee in der Theodor-Francksen-Straße 81 in „die fachleute“. Das sind die Standorte der Repair Cafés,

Die Deutschen trennen, verbrennen und recyceln echt viel hierzulande und dennoch produzieren sie viel zu viel Müll. Die deutsche Gesellschaft schenkt den Dingen viel zu wenig Wertschätzung. Repair Cafés sind da anders drauf, denn dort geben Reparateur*innen den Dingen eine zweite Chance und schmeißen sie eben nicht weg.Kaputt muss nicht endgültig sein.

Zugegeben: Manchmal wird natürlich auch zügig klar, da ist nichts mehr zu retten. Da gilt nur noch fachgerecht im Oldenburger Abfallwirtschaftsbetrieb entsorgen.