Aktuelles

In Emden gibt es ein erstes Repair Café. Lest die beiden Artikel aus der Ostfriesen-Zeitung und der Emder Zeitung.

Ein Haus gebaut aus Restmaterialien

Bezahlbarer Wohnraum, Wohnungsnot, Wohnungsgipfel, Baukindergeld, Bündnis für Wohnen: Worte wie diese sind in aller Munde. Dank äußerst geringer Zinsen für geliehenes  Geld boomt der Neubau in Städten regelrecht und die Mieten steigen rasant. Neu bauen muss eigentlich nicht sein, denn in großen Teilen Deutschlands herrscht kein Wohnungsmangel. Etwa 15 Mio. Kinderzimmer stehen leer und auf mehr als zwei Mio. Quadratmetern Büroflächen sammelt sich der Staub.

Der Oldenburger Filmemacher Karl-Heinz Heilig hat bereits 1985 ein anderes Signal gesetzt und ein Haus mit seinen eigenen Händen aus Restmaterialien gebaut.

Liebe an der Reparatur Interessierte,

passend zum Jahreswechsel möchte die Uni Oldenburg den Blick nach vorne richten und auf die Abschlusstagung des Projektes RETIBNE aufmerksam machen, das sich der Wiederbelebung der Reparaturkultur in Bildungskontexten widmet.

Auf der Tagungswebseite finden Sie alle relevanten Informationen der Abschlusstagung, die am 07. und 08.03.2019 stattfinden wird. Bitte merken Sie sich diese beiden Tage vor. Wir freuen uns, Sie bei dem einen oder anderen Tagungsangebot begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen heute einen guten Start in 2019.

Konjunkturforscher sind zu Beginn eines jeden Jahres stark nachgefragt. Denn landauf landab werden sie zu wirtschaftlichen Wachstumsprognosen befragt. Investitionswachstum, konjunkturelle Dynamik oder Kapazitätsauslastung sind drei willkürlich ausgesuchte Begriffe, die den zentralen Begriff unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems symbolisieren: Wachstum. Doch es mehren sich die Stimmen, die den regelrechten Wachstumswahn dieses Wirtschaftssystems als störend empfinden. Immer mehr, immer schneller, immer höher: Aus Wohlstand wurde Überkonsum, aus Arbeit Überarbeitung, aus staatlichen Leistungen Staatsverschuldung, aus halbwegs überschaubarer Ressourcennutzung Raubbau an der Natur.

Auch Teil V der Vortragsreihe zur Kultur des Reparierens war ein lohnender Nachmittag. 16 Uhr als Vortragszeit schien dem Orgateam als denkbar wenig geeignet und dann noch in der Vorweihnachtszeit, doch die Zusage des Vortragenden war daran gebunden, abends mit der Bahn die heimische Wohnung in Berlin zu erreichen. Und der Mut des Orgateams wurde belohnt von 80 wohninteressierten Menschen. Vielen Dank, dass Sie und ihr dieser nicht gewöhnlichen Einladungszeit gefolgt sind und seid.

Das Warten hat ein Ende: Der Verschenkmarkt ist wiedereröffnet in der Taastruper Straße 4/Ecke Donnerschweer Straße im ehemaligen DEKRA-Gebäude. Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Agenda-Beauftragter Werner Wichmann begrüßten die Ehrenamtlichen únd übergaben die neuen Räumlichkeiten.

Gründerin Käthe Nebel, Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, erinnerte daran, dass ihr bereits Anfang der 70er Jahre die Idee gekommen ist, einen öffentlich zugänglichen Verschenkmarkt anzubieten. Jahrelang, damals lebte sie als Volksschullehrerin in Ahlhorn,

Liebe Reparatur-Aktive und –Interessierte,

zusammen mit Reparella und Fix senden wir euch herzliche Weihnachtsgrüße aus dem Netzwerk Reparatur-Initiativen und wünschen einen famosen Start in ein neues Jahr voller Reparaturen!

Dieser patenten Reparatur-Expertin und ihrem Azubi werdet ihr zukünftig immer wieder einmal begegnen – denn sie sind Teil von SPLiTTER, unserem neuen Medium für alle Reparatur-Initiativen im deutschsprachigen Raum. Ihr seid viele Initiativen, euch ähnlich und doch verschieden. Ihr seid alle wichtig und nicht allein mit eurem Engagement für Umweltschutz und Gemeinwohl.

Immer mehr Ehrenamtliche reparieren in Oldenburg und umzu immer mehr Gegenstände des täglichen Bedarfs, die kaputt gegangen sind. Einerseits. Andererseits stellen sie immer öfter nach einer ersten Analyse fest, dass da nichts mehr zu reparieren ist, weil ein Totalschaden vorliegt, die Reparatur zu kostspielig sein würde oder weil das entsprechende Ersatzteil nicht mehr hergestellt wird. Allein sechs Repair Cafés im Oldenburger Stadtgebiet verdeutlichen, dass immer mehr Menschen das handfeste Bewahren von Gegenständen zu schätzen wissen und selbst handwerklich tätig werden,

Famoser Auftakt des 1. Repair-Cafés in Wardenburg

Es wurden etwa 25 Gegenstände untersucht. Die Anzahl der Besucher*innen war ca. doppelt so hoch. Der Großteil der Gegenstände kam aus dem Bereich Elektro(nik). Die Nähmaschine kam für Kleidungstücke mit kaputten Reißverschlüssen, Löchern oder falschen Maßen überraschenderweise nicht zum Einsatz.

Neben der positiven Resonanz war auch die Stimmung gut. Die Besucher*innen waren zufrieden, weil ihnen auf vielfältige Weise geholfen werden konnte. Entweder konnten sie wieder funktionsfähige Geräte mit nach Hause nehmen,

Foto: Jan Preis

Wie viele Quadratmeter braucht ein Mensch zum guten Leben?

Eine Wohnung mit Küche, Bad, Bett, Schreibtisch und Sessel auf schlanken 6,4 Quadratmetern für 100 Euro Miete monatlich. Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel liefert mit diesem Raumwunder eine Antwort auf die steigenden Wohnungspreise und immer knapperen Wohnraum in Großstädten. Zwei Meter ist die Musterwohnung breit, 3,20 Meter lang und sie verfügt über altbautaugliche 3,60 Meter Deckenhöhe.

Van Bo Le-Mentzel ist am Mittwoch,

„FLICKEN, AUSBESSERN und WORKAROUNDS – die Wiederentdeckung der Reparatur“ hat Katharina Dutz ihren Vortrag genannt und spannenderweise ist sie erst einmal auf die Bedeutung des Wortes reparieren eingegangen. Im Zusammenhang des Reparierens tauchen auch die Verben flicken auf, austauschen und ausbüßen. Es gab also immer schon unterschiedliche Formen des Bemühens um die Nutzungsdauerverlängerung von Gerätschaften im Sinne einer kulturellen Leistung, die so alt ist wie die werkzeugnutzende Menschheit. In der vorindustriellen Knappheitsökonomie im westlich geprägten Europa des 18.

Was haben Repair Cafés, Foodsharing, Transition Towns, Urban Gardening, Tauschbörsen, Nachbarschaftsautos und FabLabs gemeinsam? Diesen Projekten ist gemein, dass sie die Konsumgesellschaft hinterfragen und Alternativen zum dominierenden kapitalistischen Wirtschaftssystem entwickeln und anbieten. Ihre Nutzer*innen und Mitglieder reparieren defekte Alltagsgegenstände, bauen selbst Obst und Gemüse in urbanen Gärten an, tauschen ihre Güter oder versuchen, nachhaltige Wirtschaftssysteme zu etablieren.

Dr. Sigrid Kannengießer von der Universität Bremen setzt am Mittwoch, den 05.12.2018 um 18.15 Uhr in der Freien Waldorfschule,