Literatur

Befreiung vom Überfluss

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: das neueste Smartphone, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Ruckzuck steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Und nicht nur das: der stete Ruf nach »mehr« lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran.

Die Kultur der Reparatur

Reparieren statt wegwerfen – der neue Trend.

Kaum ist das Display des Smartphones zersprungen, wird schnell ein neues gekauft und das alte entsorgt. Dieser Wegwerfkultur müssen wir entgegenwirken: indem wir wieder lernen, Kaputtes selbst zu reparieren. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums in München, setzt sich an die Spitze der Do-it-Yourself-Bewegung und zeigt uns, dass Tüfteln nicht nur die Umwelt schont, sondern auch sehr viel Spaß macht!

Einfach anders wohnen

Irgendwie ist immer zu wenig Platz: Ungenutzte Dinge sammeln sich an, füllen Schubladen und Abstellkammer; Kinder vergrößern den Haushalt und brauchen irgendwann ein eigenes Zimmer. Auf der anderen Seite stehen Räume leer, weil niemand permanent Gäste hat oder das Haus im Grünen für die alleinstehende Oma zu groß geworden ist.

Es reicht!

Leise Töne sind seine Sache nicht, auch nicht im Alter von über 70 Jahren. Ex-Präsident Sarkozy verglich seine Antiwachstumsbewegung Décroissance schon einmal mit Terrorismus – zu Unrecht, denn gewaltsame Veränderungen sind Serge Latouche fremd.

Kulturen des Reparierens

Reparieren und Instandhalten sind ökonomisch wie kulturell zentrale Praktiken im »Leben« technischer Dinge und Infrastrukturen.

Murks? Nein danke!

Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, eine defekte Waschmaschine kurz nach Ablauf der Garantie. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt und Sie sich auch schon gefragt haben, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht, dann ist „Murks? Nein danke!“ Ihr Buch.

Reparatur als soziale Praxis der Resilienz und Integration

Laut dem Bericht des Uno-Flüchtlingswerks sind derzeit 65 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Armut, Umweltzerstörung und Wassermangel (vgl. UNHCR 2016). Diese Eskalation unterstreicht die Unfähigkeit moderner Gesellschaften, Strategien für eine globale Gerechtigkeit zu entwickeln, die allen Menschen ein Mindestmaß an Würde und Sicherheit ermöglicht und sie in die Lage versetzt, in ihrer Heimat ihre Zukunft zu sehen.