Literatur

Ich schraube, also bin ich

Was ist erfüllender: weltfremde Bildschirmarbeiten oder mit ölverschmierten Händen eine Harley zu reparieren? Für den Philosophen und Mechaniker Matthew B. Crawford ist die Antwort klar: Sein Weg aus der Sinnkrise führt ihn direkt in die eigene Motorradwerkstatt. Und er stellt fest: Die manuelle Arbeit verschafft mehr Befriedigung und birgt größere intellektuelle Herausforderungen als jede Bürotätigkeit.

 

Konsumtrottel

Für den Profit verkürzen Elektrogerätehersteller die Laufzeit der Geräte. Davon ist zumindest Sepp Eisenriegler überzeugt. In seinem Buch „Konsumtrottel“ kritisiert er nicht nur das System, sondern auch die „Wegwerfgesellschaft“.

Kulturen des Reparierens

Reparieren und Instandhalten sind ökonomisch wie kulturell zentrale Praktiken im »Leben« technischer Dinge und Infrastrukturen.

Marktwirtschaft reparieren

Marktwirtschaft beinhaltet eine attraktive soziale Utopie: eine gerechte Wirtschaftsordnung, in der Kooperation ohne zentrale Steuerung möglich ist. In der Realität des Kapitalismus wird die Leistungsgerechtigkeit jedoch zugunsten weniger Privilegierter verzerrt, und der Wachstumszwang ist ökologisch verheerend.

Murks? Nein danke!

Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, eine defekte Waschmaschine kurz nach Ablauf der Garantie. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt und Sie sich auch schon gefragt haben, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht, dann ist „Murks? Nein danke!“ Ihr Buch.

Reparatur

Wer kennt das nicht? Dinge, die man sich eben erst gekauft hat, gehen bereits nach kurzer Zeit kaputt. Die Reparatur ist nicht vorgesehen, Ersatzteile sind nicht erhältlich. Was tun? Repaircafés versuchen zu helfen, doch eigentlich braucht es ein Umdenken schon bei der Konstruktion und Produktion der Dinge.

Reparatur als soziale Praxis der Resilienz und Integration

Laut dem Bericht des Uno-Flüchtlingswerks sind derzeit 65 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Armut, Umweltzerstörung und Wassermangel (vgl. UNHCR 2016). Diese Eskalation unterstreicht die Unfähigkeit moderner Gesellschaften, Strategien für eine globale Gerechtigkeit zu entwickeln, die allen Menschen ein Mindestmaß an Würde und Sicherheit ermöglicht und sie in die Lage versetzt, in ihrer Heimat ihre Zukunft zu sehen.

Reparatur contra Obsoleszenz

Bis zum ersten Bericht an den Club of Rome (Meadows et al. 1972) schien es so, als ließe sich gesellschaftlicher Fortschritt in einen bedingungslosen Wachstumsimperativ übersetzen. Unbehelligt von materiellen oder ökologischen Restriktionen mündeten wirtschafts- und naturwissenschaftliche Bestrebungen in eine Steigerungslogik, die mit Schlüsselkategorien wie Wohlstand, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden assoziiert werden konnte.

Selbstbegrenzung

Ivan Illich fordert eine Begrenzung des Wachstums nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern vor allem mit dem Ziel, den Menschen wieder zu einem autonomen Wesen werden zu lassen.

Städte für Menschen

Seit mehr als 40 Jahren befasst sich der Architekt und Stadtplaner Jan Gehl damit, Plätze, Straßen, ja ganze Stadtviertel zum Wohle der Bewohner neu oder umzugestalten. Er stützt sich dabei auf Erkenntnisse, die er durch langjährige Untersuchungen von Großstadtsituationen in verschiedenen Ländern gewonnen hat.

Verbietet das Bauen

Langsam formiert sich Widerstand und Menschen engagieren sich gegen den Abriss eines Teils ihrer Stadtgeschichte oder für die Erhaltung innerstädtischer Freiflächen wie jüngst beim Berliner Tempelhofer Feld. Daniel Fuhrhop begleitet ihren Kampf gegen die Bauwut nicht nur mit seiner Kampagne „Verbietet das Bauen“, sondern bietet im vorliegenden Buch eine Fülle von Ideen an, um alte Substanzen zu erhalten – zum Gewinn von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.

Zeitschrift für Sozialökonomie

Die Zeitschrift für Sozialökonomie wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.