Maja Bergmann, Katharina Dutz, Niko Paech

Reparatur contra Obsoleszenz

Bis zum ersten Bericht an den Club of Rome (Meadows et al. 1972) schien es so, als ließe sich gesellschaftlicher Fortschritt in einen bedingungslosen Wachstumsimperativ übersetzen. Unbehelligt von materiellen oder ökologischen Restriktionen mündeten wirtschafts- und naturwissenschaftliche Bestrebungen in eine Steigerungslogik, die mit Schlüsselkategorien wie Wohlstand, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden assoziiert werden konnte. Die Verzahnung von wirtschaftlichem Wachstum und technischem Fortschritt verhieß eine Beseitigung aller Knappheiten und Hindernisse, die dem modernen Selbstverwirklichungsgebot in die Quere kommen könnten. Dabei galt es nicht nur, das Mittelarsenal der individuellen Glückssuche fortwährend qualitativ zu steigern, sondern die dabei erzielten Fortschritte über quantitative Zuwächse einer immer größeren Anzahl von Erdbewohnern zugänglich zu machen, um dem historischen Großvorhaben einer befreiten und befriedeten Menschheit näher zu kommen: pdf zum herunterladen.

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Forum Ware Heft 1-2 2015

Deutschen Gesellschaft für Warenkunde und Technologie e.V. (DGWT)

2015